Stellungnahme: Angehörige und Kinder von Inhafierten in Zeiten von Corona

Die evangelische Konferenz für Gefängnisseelsorge hat im Rahmen ihrer Konferenz eine Stellungsnahme zur Situation von Angehörigen und Kindern von Inhaftierten veröffentlicht.

Diese steht hier zum Download bereit.

Fachforum DJHT: Kinder Inhaftierter – Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe

Im Rahmen des diesjährigen Deutschen Jugendhilfetag fand am 20.05.21 um 09:00 Uhr ein Fachforum (online) zum Thema Kinder Inhaftierter: Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe statt

.Kinder Inhaftierter sind häufig in schwierigen Lebenssituationen mit speziellen Bedürfnissen und entsprechendem Hilfebedarf. Wie kann diese spezifisch gefährdete Zielgruppe an der Schnittstelle zum Strafvollzug von der Jugendhilfe erreicht werden?

Im Rahmen des Fachforums wurden in drei kurzen Inputs zunächst die rechtliche Situation, die Angebotslandschaft der Kinder- und Jugendhilfe und die Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe fokussiert. Im folgenden Roundtable-Gespräch wurden unter Beteiligung von Fachpraxis, Politik, Wissenschaft und des Publikums nächste Schritte zur besseren Verwirklichung der Rechte von Kindern Inhaftierter diskutiert.

Die Präsentationen der Referierenden stellen wir hier zum Download zur Verfügung.

Referierende

Claudia Kittel, Institut für Menschenrechte/Monitoringstelle Kinderrechtskonvention – Präsentation
Hilde Kugler, Paritätischer/Treffpunkt e. V. – Präsentation
Bernd Holthusen, DJI – Präsentation

Checker Tobi – der Gefängnis-Check

Heute stellen wir euch ein Video vor:

Checker Tobi verbringt einen Tag im Gefängnis und zeigt euch, wie es darin aussieht.

Er spricht mit Gefangenen über ihren Alltag und findet heraus, wie die Arbeit dort ist. Er bleibt sogar selbst in einer Zelle und erzählt euch dann, wie es ihm damit ging.

Viel Spaß beim Schauen!

Hier findet ihr das Video.

 

Eltern im Gefängnis in der Corona-Pandemie

Corona betrifft uns alle. Viele Menschen leiden mehr oder weniger an den Folgen des Lockdowns, der Unsicherheit, Sorgen um die Gesundheit, HomeOffice und – Schooling, geschlossene Kitas, Freizeiteinrichtungen und Langeweile. Großeltern haben oft monatelang ihre Enkel nicht gesehen. Und doch gibt es Gruppen, die besonders betroffen sind von den (notwendigen) Maßnahmen.

Kinder von Inhaftierten gehören zu einer solchen Gruppe – was im Alltag kaum wahrgenommen und vielen Menschen nicht bewusst ist. Die verschärften Bedingungen in den Justizvollzugsanstalten in ganz Deutschland schränken die sowieso schon sehr eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten der Kinder zum inhaftierten Elternteil noch mehr ein. Eine Kontaktbeschränkung zwischen Kindern und ihren Eltern trifft wohl nur die Kinder von Inhaftierten. Selbst Kinder getrennt lebender Eltern, die anfangs auch von den strengen Coronamaßnahmen betroffen waren, ist der Umgang mit beiden Elternteilen gestattet.

Die Situation in den Gefängnissen

Vielerorts sind Besuche seltener oder erst ab einem bestimmten Alter möglich, finden nur hinter Trennscheiben statt, oft sind Kinder gar nicht zugelassen und die meisten Angebote wie Vater-Kind-Gruppen fallen komplett aus.

Die Digitalisierung geht in einigen Anstalten und Bundesländern gut voran. Es werden zusätzliche Telefonzeiten ermöglicht oder gar Skype-Videotelefonate angeboten. Viele Strafvollzugsanstalten sind jedoch weder technisch noch personell für die digitalten Kontakte gerüstet.

Es gibt Fälle, da konnten die Kinder seit fast einem Jahr ihren Papa nicht mehr in den Arm nehmen oder überhaupt sehen.

Kinder haben Rechte!

Kinder haben ein RECHT auf den Kontakt mit ihren Eltern. Kinderrechte sind kein „nice to have“ – sondern Pflicht. Die Pandemie war auch für den familienorientierten Vollzug ein Stresstest und man muss leider feststellen, dass das Recht auf Kontakt mit dem inhaftierten Elternteil meist nicht eingelöst wird. Alle guten Ansätze und in den letzten Jahren entstandenen Angebote, fielen den Coronabeschränkungen zum Opfer, wurden wie Freizeitangebote behandelt und ersatzlos ausgesetzt. Wie soll ein Kind seinen Vater/Mutter besuchen, wenn nur eine andere Besuchsperson zugelassen ist und Kinder unter 14 Jahren nicht allein zum Besuch dürfen?
Allgemeine Besuchsregelungen taugen nicht, um das Kontaktrecht der Kinder einzulösen.

Wir setzen uns für euch ein

Wir von Juki und alle Partner*innen des Netzwerk KvI machen uns Sorgen um die betroffenen Kinder und Jugendlichen. Deshalb machen wir uns weiterhin dafür stark, dass der Justizvollzug seinen Verpflichtungen nachkommt und auch unter Coronabedingungen alternative Kontaktmöglichkeiten schafft. Aus der Praxis wissen wir, dass die inhaftierten Eltern auch bereit sind, sich im Anschluss an den Besuch ihrer Angehörigen in Quarantäne zu begeben. Mancherorts wird das schon so praktiziert.

Des Weiteren ist die öffentliche und freie Jugendhilfe gefordert, gerade jetzt Angebote vorzuhalten, die den Kindern die Situation der Trennung, der Unsicherheit und des fehlenden Kontakts erleichtern.

Bleibt stark und gesund!

Euer Juki-Team

Radiobeitrag über Kinder von Inhaftierten

Heute stellen wir euch einen spannenden Radiobeitrag vom Deutschlandfunk vor.

In ihm geht es um die Situation von Kindern von Inhaftierten und er behandelt die verschiedensten Aspekte.

Hört gern mal rein, es gibt dazu auch einen interessanten Artikel zum Lesen.

 

Hier findet ihr den Beitrag: Klick!

 

Engelbaum® Weihnachtsprojekt für Kinder von Inhaftierten

Bis Weihnachten dauert es nicht mehr lang,  darum sind die „Weihnachtswichtel“ der Organisation „Engelbaum®“ schon wieder fleißig bei der Arbeit.

Sie verteilen überall in Deutschland im Gefängnis Anträge, über die Euer Papa oder Eure Mama ein Weihnachtsgeschenk für Euch beantragen kann. Das Geschenk wird dann kurz vor Weihnachten an Euch überreicht.

Wenn Ihr Einzelheiten wissen wollt oder ein Antragsformular an Euren Papa oder Eure Mama schicken wollt, schreibt an whxv@gersschaxg-aot.qr

Ausführliche Informationen über die Organisation Engelbaum® findet Ihr hier.

Neues Projekt von Juki: KiA

KiA – Kinder in Aktion

Im Mai 2020 startete das neue Projekt KiA. Wir werden verschiedene Aktionen starten, Infomaterial entwickeln, mit Gefängnissen ins Gespräch kommen und versuchen, die Situation für Kinder von Inhaftierten zu verbessern.

Genaueres findet ihr hier auf unserer Website.

Wenn ihr mitmachen wollt, schreibt uns einfach kurz eine Email oder ruft an unter 0911 – 27 47 690.

Eure Sylvia

Neues Projekt in Hessen: AKTION KiM

AKTION KiM – Kinder im Mittelpunkt

Seit Januar 2020 gibt es in Hessen das neue Projekt AKTION KiM, das eine eigenständige, aufsuchende Beratung und Unterstützung für die Kinder von Inhaftierten anbietet. Es gibt Einzelberatung und Gruppenangebote für Kinder, Jugendliche und den nicht-inhaftierten Elternteil. Weitere Informationen findet ihr hier:

Flyer KiM

Die nächste tolle Aktion für Kinder und ihre nicht-inhaftierten Mütter/Väter findet vom 05.-07. Oktober 2020 statt – ein paar Ferientage nur für euch 🙂

Hier findet ihr mehr Infos und könnt euch anmelden:

Flyer Mutter-Kind-Seminar Okt 2020

 

Schaut doch gern mal auf der Website von KiM vorbei.

 

Eure Sylvia

Radiobeitrag über Eltern von Inhaftierten

„Kind im Knast – Wie die Eltern von Inhaftierten mitbestraft werden.“

Auch Inhaftierte haben Eltern. Und diese haben ganz besondere Sorgen und Ängst.

Der Bayerische Rundfunk hat in Zusammenarbeit mit Treffpunkt e.V. einen Radiobeitrag entwickelt, der die Eltern in den Fokus nimmt.

Die Sendetermine sind:

  • 06. Juni 2020 – 13:05 Uhr auf Bayern2
  • 07. Juni 2020 – 21:05 Uhr auf Bayern2
  • 14. Juni 2020 – 11:30 Uhr und 18:05 im hr

Falls ihr die Sendung verpasst, könnt ihr den Beitrag in der Mediathek nachhören.

 

 

 

Abschlusskonferenz Netzwerk Kinder von Inhaftierten in Berlin

Der Paritätische Gesamtverband und Treffpunkt e.V. Nürnberg veranstalteten anlässlich des Abschlusses unseres Projekts Netzwerk KvI eine

Abschlusskonferenz am 12. Februar 2020 von 08:00-11:00 Uhr in der Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund in Berlin


Das von der Stiftung Jugendmarke geförderte Projekt „Netzwerk Kinder von  Inhaftierten“ hat sich seit März 2018 bis heute dem Aufbau eines bundesweiten Netzwerkes für Kinder von Inhaftierten und der Information über Hintergründe, Zusammenhänge und vorhandene Angebote auf unterschiedlichsten Ebenen gewidmet. Dem Netzwerk gehören inzwischen fast 90 Kooperationspartner*innen an. Hier finden Sie vielfältige Informationen zum Projekt und eine Angebotsdatenbank zu allen bundesweit existierenden Angeboten.

Die Tagungsdokumentation ist hier zu finden.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützer*innen und werden alles daran setzen, das Netzwerk am Leben zu halten.